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Wie freie Erfinder die Wirtschaft voranbringen

14. Januar 2026

Was haben TV-Entertainer Stefan Raab und der erste Bundeskanzler Konrad Adenauer gemeinsam? Beide waren kreative Köpfe, die ihre Ideen – einen Duschkopf und ein spezielles Roggenbrot – als private Erfinder zum Patent anmeldeten. Sie sind prominente Beispiele für eine wichtige, aber oft übersehene Gruppe: die freien Erfinderinnen und Erfinder. Laut einer Pressemitteilung des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA) sind es oft unabhängige Tüftler, die mit ihren Ideen die Wirtschaft bereichern. Auch 2024 bewiesen sie ihre Innovationskraft, als fast 1.700 Patentanmeldungen von unabhängigen Tüftlern beim DPMA eingingen. Diese Erfindungen entstehen nicht in den Laboren großer Konzerne, sondern in Garagen, Werkstätten oder am heimischen Schreibtisch.

Die Bedeutung dieser Gruppe unterstreicht auch DPMA-Präsidentin Eva Schewior: „Freie Erfinderinnen und Erfinder sind ein wichtiger Bestandteil unseres Innovationssystems. Ihre oft unter schwierigen Bedingungen entwickelten Lösungen bereichern unser Leben und bringen die Wirtschaft voran.“ Daher appelliert sie an alle Kreativen, ihre Erfindungen schützen zu lassen, denn erst durch ein Patent oder Gebrauchsmuster entfaltet eine Idee ihr volles wirtschaftliches Potenzial. Ein solches Schutzrecht ermöglicht es, die Erfindung zu verkaufen, Lizenzen zu vergeben oder Investoren zu gewinnen. Dass sich dies lohnt, zeigen historische Erfolge wie der Spreizdübel, der Teebeutel oder der Airbag, die ursprünglich von freien Erfindern stammen. Eine Auswertung zeigt, dass 2024 die meisten Anmeldungen aus Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg kamen. Die nachfolgende Grafik des DPMA zeigt die stärksten Techniksektoren:

Kohler Schmid Möbus Patentanwälte: Patentanmeldungen nach Techniksektoren

Der Maschinenbau war dabei der mit Abstand stärkste Techniksektor. Obwohl der Gesamtanteil der Anmeldungen von freien Erfindern an allen deutschen Patentanmeldungen auf 4,5 % gesunken ist, sind sie in manchen Sektoren wie bei Konsumgütern mit 15 % überdurchschnittlich stark vertreten.